
Person:
Wenn du ein Mann bist, repräsentiert diese Karte dich,
wenn du eine Frau bist, repräsentiert sie deinen Geliebten.
Qualitäten:
Ein emotionaler, liebevoller, fürsorglicher Mann,
fähig zu tiefer gefühlsmässiger Bindung.
Er spürt
Er ist sinnlich
Er hegt und pflegt
Er ist emotional intelligent
und unterstützt Projekte die sein Herz berühren.
Veenos Mandala zum Herz König
Richness of Love
(Reichtum der Liebe)

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Happy Birthday!
„Du bist ein König des Herzens. Der Herz-König. Der Geliebte der Herz-Königin. Dein Herz schlägt am rechten Fleck. Das ist so. Jeder Mann ist ein Herz-König! – Überraschend, oder?“
Er blickte mich mit verdutzten Augen an. Ich besuchte den Freund einer Freundin im Gefängnis. Er saß mir gegenüber, die Schultern hochgezogen, der Kopf gesenkt. Im Raum befanden sich vier Holztische, vier Insassen in orangefarbenen Overalls, jeder mit einem Besucher: zwei Männer, eine Frau, ich. Fenster gab es nur zwei lange, hoch oben, ohne direkten Blick auf den Sommer. Ich fühlte mich seltsam ruhig in dieser weiß getünchten Umgebung. Ein vergessenes blaues Legosteinchen lag vor mir auf dem Boden. Die grellen Deckenlampen enthüllten die rohe, ungeschönte Härte der verborgenen Emotionen in den Gesichtern der Anwesenden.
Er sah mich mit verwirrtem Gesichtsausdruck an. Ich besuchte den Freund einer Freundin im Gefängnis. Er saß mir gegenüber, die Schultern hochgezogen, den Kopf gesenkt. Im Raum befanden sich vier Holztische, vier Insassen in orangefarbenen Overalls, jeder mit einem Besucher: zwei Männer, eine Frau und ich. Es gab nur zwei lange Fenster, hoch oben, ohne direkten Blick auf den Sommer. Ich fühlte mich seltsam ruhig in dieser weiß getünchten Umgebung. Ein vergessenes blaues Legosteinchen lag vor mir auf dem Boden. Die grellen Deckenlampen enthüllten die rohe, ungeschönte Härte der verborgenen Emotionen in den Gesichtern der Anwesenden.
Der Freund meiner Freundin saß bereits seit fünf Wochen im Gefängnis. Heute war sein Geburtstag. Er hatte sich von mir ein Tarot-Reading gewünscht. Aufgrund seines guten Verhaltens wurde ihm dies gewährt. Da lag sie nun, diese eine Karte, zwischen uns auf dem ansonsten leeren Holztisch: die Karte, die er aus dem Stapel gezogen hatte – der Herzkönig!
Stille — ich glaubte sein Herz klopfen zu hören.
„Ja, ich bin überrascht und es ist wahr“, antwortete er, als würde er aus einem Traum erwachen. Trotz seiner zunichte gemachten Zukunftsaussichten, die wegen seiner Verzweiflungstaten wie Knüppel zwischen seinen Beinen klemmten, erinnerte er sich unerwartet daran, dass er im Grunde seines Wesens ein Herz-König ist. Dass tief in seinem Inneren, wenn auch verborgen und zitternd, sein Herz am richtigen Fleck schlägt. Dass er ihm vertrauen kann und er sich eine zweite Chance geben will. Ja, er hatte geklaut. Ja, er hatte dem Polizisten eins ausgeteilt. Ja, er hatte sich in eine Zwickmühle gebracht. Ja, er war bankrott. Nein, er war kein Monster. Weil er unter den anderen Insassen ein kluger Friedensstifter war, mochte man ihn im Knast sehr.
Schüchtern wischte er sich mit dem Daumen eine Träne von der linken Wange. Er dachte sich an seine Freundin, die auf ihn wartete. Bilder von seinem geliebten Schrebergarten kamen ihm in den Sinn: Stangenbohnen, Kartoffeln, Sonnenblumen, das lauschige Biotop, seine treue Hündin – eine Mischung aus Appenzeller und Bernhardiner. All diese inneren Bilder seines Lebens vor dem Missgeschick wuschen die wachsig blasse Poker-Maske von seinem Gesicht. Sein Herz regte sich wieder. „Ja, es gibt für mich ein Leben nach dem!“, verkündete er mit Stolz und fester Stimme. Die geflüsterten Gespräche der anderen im Raum verstummten wie durch Zauberei.
„Happy Birthday!“, rief ich. Die Besuchszeit war um. Tief bewegt verabschiedeten wir uns. Ich ließ die Karte mit dem Herzkönig auf dem Tisch liegen.